Projekte

Woran wir gerade arbeiten

Zwei Projekte befinden sich derzeit im Aufbau. Beide nutzen dieselbe MeshCore-Hardware und dasselbe LoRa-Funknetz und ergänzen sich gegenseitig: Das Leuchtturm-Kit verbindet Anlaufstellen mit dem Krisenstab, die Helferkoordination organisiert freiwillige Helfer im Einsatzgebiet.

Projekt · Im Aufbau

Katastrophenschutz-Leuchtturm (MeshCore)

Notfall-Kommunikation für Katastrophenschutz-Leuchttürme, ohne Mobilfunk, Festnetz oder Satellit.

Worum geht es?

Viele Kommunen richten bei Stromausfall oder Hochwasser Anlaufstellen für die Bevölkerung ein, sogenannte Katastrophenschutz-Leuchttürme. Die Schwachstelle ist fast immer die Verbindung nach draußen: Fällt das Mobilfunknetz aus, sind die Anlaufstellen vom Krisenstab abgeschnitten.

Das Leuchtturm-Kit schließt diese Lücke. Über ein MeshCore-LoRa-Funknetz verbindet es jede Anlaufstelle per Textnachricht mit einer Außenstelle, etwa beim Krisenstab. Dort laufen Lagemeldungen, Bedarfe und Hilfeersuchen von Helfern und Betroffenen zusammen.

Die Kits

Kit A

Leuchtturm-Box

Koffer mit Mast, Repeater, Companion-Node, Tablet und Akku, dazu Pavillon und Bierzeltgarnitur: alles für den Betrieb der Anlaufstelle.

Geschätzt 1.500 bis 2.000 € pro Box

Kit B

Relais-Kit

Solar-Repeater für Hochpunkte, der Funklücken zwischen Anlaufstellen und Außenstelle schließt.

Kit C

Außenstellen-Kit

Empfangsstelle mit Room Server beim Krisenstab, an der alle Meldungen der Anlaufstellen zusammenlaufen.

Warum kein Satellit?

Dienste wie Starlink werden von einem einzelnen Unternehmen betrieben, das den Zugang jederzeit einschränken kann. Das ist in der Ukraine mehrfach geschehen. Zudem kann ein Fehler im Kernnetz alle Terminals gleichzeitig lahmlegen, wie beim weltweiten Ausfall im Juli 2025. Unser Grundsatz lautet deshalb: Kein Teil der Kette darf von einem externen Betreiber abschaltbar sein.

Abgrenzung

Das Kit ist ein ziviler Ergänzungskanal. Es ersetzt weder den BOS-Funk noch den Notruf 112.

Fahrplan

  1. Konzept und PartnerPilotkommune finden, Förderung prüfen
  2. PrototypKits bauen, Reichweiten- und 72-Stunden-Tests
  3. PilotÜbung mit Feuerwehren und Katastrophenschutz
  4. RolloutSerienbau, offene Dokumentation, deutschlandweite Verteilung bei Mitgliedern

Projekt · Im Aufbau

Funkmesh Helferkoordination

Sichere, verschlüsselte Koordination freiwilliger Helfer über MeshCore, unabhängig vom Mobilfunk.

Worum geht es?

Bei Großschadenslagen kommen oft Hunderte freiwillige Helfer gleichzeitig. Koordiniert werden sie meist über private Messenger-Gruppen oder offene Kanäle. Dabei landen Namen, Adressen und Hilfebedarfe von Betroffenen schnell an Orten, an denen sie nicht hingehören. Fällt dann noch das Mobilfunknetz aus, bricht die Koordination ganz zusammen.

Hier setzt das Projekt an. Helfer melden sich an einer zentralen Helfersammelstelle. Dort erhalten sie ein Funkgerät, eine kurze Schulung und Zugang zu verschlüsselten Einsatzkanälen. Funkmesh stellt dafür Repeater, Companions und geschultes Personal.

So funktioniert es

  1. AnkommenHelfer melden sich an der Sammelstelle und werden registriert.
  2. EinweisenEine Kurzschulung von 20 bis 30 Minuten vermittelt Bedienung, Meldeformate und Datenschutzregeln.
  3. AusstattenHelfer erhalten ein Gerät aus dem Pool oder koppeln ihr eigenes Smartphone mit einem Leih-Companion.
  4. EinsetzenDie Einteilung erfolgt in Trupps mit eigenem verschlüsseltem Kanal je Einsatzabschnitt.
  5. AbschließenDie Geräte werden zurückgegeben, die Kanalschlüssel nach dem Einsatz verworfen.

Komponenten

Koordinationsstelle
Laptop, Companion und Room Server an der Helfersammelstelle
Mobile Repeater
Solar-Repeater zur Abdeckung des Einsatzgebiets
Companion-Pool
Standalone-Geräte und Leih-Nodes für Helfer ohne eigenes Gerät
Schulungsset
Kurzanleitungen, Meldevordrucke, Übungsszenarien

Datenschutz by Design

  • Einsatzkommunikation läuft ausschließlich über private, verschlüsselte Kanäle.
  • Für jeden Einsatz werden neue Kanalschlüssel erzeugt.
  • Auf offenen Kanälen stehen keine personenbezogenen Daten.
  • Direktnachrichten für sensible Rückfragen sind Ende-zu-Ende verschlüsselt.
  • Registrierungs- und Ausgabelisten werden nach den Vorgaben der DSGVO geführt und gelöscht.

Abgrenzung

Die Helferkoordination ist ein eigenständiges Projekt und ergänzt das Leuchtturm-Kit. Beide nutzen dieselbe Hardware und dasselbe Netz. Sie ersetzt weder den BOS-Funk noch den Notruf 112 und arbeitet im Auftrag und in Abstimmung mit der Einsatzleitung bzw. dem Krisenstab.

Mitmachen oder unterstützen

Ob als Pilotkommune, Partnerorganisation, Spender oder Mitglied, das selbst Kits baut und betreut: Sprich uns an.